Dorothea findet, dass sich in der Kirchenmusik alle Elemente des Glaubens finden. Musik ist wichtiger Bestandteil jeden Gottesdienstes und damit für Dorothea Herzensangelegenheit. Durch alle Jahrhunderte hindurch haben die Liederdichter und Komponisten mit ihrer Musik Gott gelobt und gepriesen, ihren Klagen Ausdruck verliehen, Dank gesagt und den Menschen Hoffnung gemacht. Werke u.a. von Schütz, Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Reger oder Janáček haben Dorothea begleitet, getröstet und inspiriert. Diese Werke gehören zu den Klassikern der Musikgeschichte.
Doch nicht alle Gottesdienstbesucher können mit klassischer Musik etwas anfangen. Deshalb tritt Dorothea dafür ein, dass die Kirchengemeinde sich öffnet für alle Menschen, die nach Gott, Glauben und christlicher Ethik fragen. Dazu gehört auch, dass Sprache und musikalische Ausdrucksformen geeignet sind,
Barrieren abzubauen.
In der Chorarbeit mit Katrin Götz, sei es im Gospelchor, sei es in verschiedenen Projektchören, hat sie erlebt, dass dies gelingen kann.

Die Texte in diesem Werk geben
Lebenszeichen, die darauf hinweisen, was das Leben lebendig erhält. „Danken“ richtet den Blick auf alles Gute, das wir erfahren. „Loben“ und „Staunen“ drücken die Freude über das Leben aus und „Bitten“ weist auf das hin, was bedrückt und was fehlt.

Lebenszeichen markieren aber auch unseren
Weg. „Finden“ und „Hinschauen“ zeigen, wie sie Orientierung geben und uns herausfordern.
Für Katrin ist es wichtig, musikalische Tabus zwischen Klassik und Popularmusik bei Hörern, Sängern und Musikern zu überwinden. Als Musikerin und Komponistin ist sie gleichermaßen von populären wie traditionellen Stilrichtungen inspiriert. Die tiefgründige musikalische Illustration des Wortes durch Harmonie und Melodie, mit denen es Werke alter Meister wie z.B. Bach, Händel und Pergolesi bis heute vermögen, Zuhörer und Interpreten in ihren Bann zu ziehen, fasziniert Katrin. Und bewegend ist es für sie, Gospelkonzerte zu erleben, in denen die Botschaft moderner Texte durch zeitgemäße Grooves oder Pop-Balladen die Zuhörer erreicht, mitreißt und rührt.

Unser Zyklus richtet sich an Chorsänger, Solisten und Musiker aller musikalischer Sozialisationen, die offen für moderne und traditionelle Musikrichtungen sind und experimentierfreudig sind. Die notierten Soli für Sänger bzw. Saxophon klingen notengetreu oder auch improvisiert nach der Akkordsymbolik. Das Saxophon kann durch viele andere Soloinstrumente ersetzt werden. Die Gesangs-Soli klingen mit Brust- oder Kopfstimme. Für die Aufführung ist ein guter
Groove von Drums, Bass und Klavier günstiges Fundament für alle Chor- und Solopassagen.

Bei der Stilwahl der sechs Songs von „Lebenszeichen“ hat sich Katrin von Dorotheas Texten inspirieren lassen. So sind „Loben“ und „Hinschauen“ im Shuffle bzw. Swing, „Staunen“ und „Bitten – Beten“ eher balladesk bzw. hymnisch. „Finden“ ist im gehenden 6/8-Takt geschrieben, wobei die Worte im Vordergrund stehen, teilweise nur rhythmisiert auf einer Harmonie verweilen oder der Chor eine nach Gott suchende
Gemeinde symbolisiert. Der letzte Song „Segnen“ ist von einer musikalischen Bildungsreise nach Havanna inspiriert, die Katrin im Februar 2016 unternahm. Gottesdienstbesucher werden eingeladen, klatschend in die Clave oder auch in die eingängige Melodie des Chorus einzustimmen.
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