Unser Zyklus zur Taufe richtet sich an Chorsänger, Solisten und Musiker aller musikalischer Sozialisationen, die offen für Klassik und Popularmusik sind und gern beides ausprobieren.

Die fünf Stücke können zur Taufe auch als Solo-Lieder mit Gitarre oder Klavier und besonders bei den Refrains auch unter Einbezug der Gemeinde gesungen werden.

Die Gesangs- und Instrumental-Soli klingen notengetreu oder auch individuell nach der Harmonik improvisiert interessant. Es ist möglich, die Gesangs-Soli mit Kopf- oder Brust-Stimme zu singen und die Instrumental-Soli sind für traditionelle oder die im Popularbereich typisch verwendeten Instrumente gut realisierbar. Bei der Aufführung ist ein guter Groove von Drum-Set, Klavier und wenn möglich Bass-Gitarre als gutes Fundament für die Chor-und Solopassagen wichtig.

Bei der Stilwahl der fünf Tauf-Songs hat sich Katrin von den Texten inspirieren lassen. So ist der Titelsong „Mit allen Wassern gewaschen“ im Latin-Groove ein Mix aus gefühlvoller Strophe und würzigem Refrain, dem der im 6/8-Takt zärtlich wiegende Song „Ein Engel“ folgt. Die „Wasser des Lebens“ im Boogie- Woogie-Stil bilden einen Kontrast zum sich anschließenden hymnischen „Wunder voller Leben“. Der Tauf-Zyklus wird rockig beendet mit der Aufforderung „Geh Gottes Weg“, was durch einen leicht nachsingbaren Refrain Sänger und Zuhörer zum Mitsingen und klatschen einlädt.

Die Taufe ist ein grundlegendes Ereignis im Leben eines Menschen, der nach Gott fragt. Wer sich mit der Bedeutung der Taufe beschäftigt, geht dem Leben auf den Grund und weiß, dass ein Mensch nicht nur geboren wird, sondern auch zur Welt kommen muss. Dazu gehören Antworten auf die Fragen nach dem Woher und Wohin unseres Lebens, nach der Kraft, die uns trägt, gerade auch weil wir unvollkommene und verletzliche Menschen bleiben.

Das vorliegende Werk nimmt diese zutiefst menschlichen Fragen auf und stellt die Taufe in den Zusammenhang von Glauben und Leben. Dieser Zyklus ist im Jahr der Taufe 2011 entstanden, das von mehreren Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland ausgerufen worden ist. Er möchte in Wort und Musik eine Sprache finden, die abseits der traditionellen Formeln das zum Klingen bringt, was ein Menschenleben reich macht und Himmel und Erde verbindet.

Lutz hat in den Texten deshalb bewusst die gängigen Motive aufgegriffen, die sich mit der Taufe verbinden, etwa das Staunen über das Wunder des Lebens, das Symbol des Wassers oder den Wunsch, dass ein guter Engel den Lebensweg des Täuflings begleiten möge. Ihm war es wichtig, für Menschen von heute eine Sprache zu finden, die von Herzen kommt und zu Herzen geht. Und genau das gilt ebenso auch für die Sprache der Musik in diesem Zyklus.

Für Katrin ist es ein wichtiges Anliegen, bei Musikern und Hörern noch existierende Tabus zwischen Klassik und Popularmusik zu überwinden. Sie spürt als Musikerin und Musikautorin der gegenseitigen Inspiration traditioneller und populärer Stilrichtungen nach. Sie ist fasziniert von der Tiefgründigkeit klassischer Kirchenmusik, beispielsweise von J.S.Bach, die Zuhörer seit Jahrhunderten in ihren Bann zieht. Und wie bewegend ist es für sie, in Gospelkonzerten zu erleben, wenn die Botschaft der Texte durch groovige Musik und Rhythmen die Herzen der Zuhörer erreicht und sie mitreißt.

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