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Memento mori
(1996) 80 cm x 100 cm/
Öl auf Leinwand

Eines Tages hatte ich die Vision eines Herzens inmitten eines Baumes. Ich verstehe dessen Bedeutung bis heute noch nicht vollständig. Ist es ein altes Ursymbol oder einfach nur eine wirre Idee?
Als ich es malte, traten weitere Ideengebilde hervor: Eine Schlange, die an dem blutenden Herzen nagt - die Schlange der Bosheit und der Verführung? Im Wurzelwerk des Baumes erschienen zwei Gestalten, ein Sterbender und ein Tröstender.
Als schließlich in der Ferne, am Ende einer Treppe, die durch ein altes Steinheiligtum führt, eine Sanduhr auftaucht, wusste ich, es geht um das allgegenwärtige Thema der Vergänglichkeit. Und gleichzeitig sagte eine Stimme in mir den alten Spruch: Memento mori - Bedenke, dass du sterblich bist!